Im Schwebezustand gefangen – Das Camp

Samos, Greece

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Das Camp, wie dieses Anhaltelager hier auf Samos genannt wird, wurde 2007 mit Mitteln der Eu für 250 Menschen gebaut. Nun wird es von 800 Menschen bewohnt. Alle festen Unterkünfte hier sind überfüllt. Das abschüssige Grundstück ist vollgepflastert mit kleinen Zelten. Bis zu 6 Personen sind in einem untergebracht. Es gibt keinen freien Platz mehr.

Ein Mann hat mir erzählt, dass eines Nachts – als er versuchte, mit seinem Baby im Arm endlich zu schlafen – das Baby im Schlaf den Hügel hinabrollte.

Das Camp ist versperrt, ein Gefängnis. Keinem ist offiziell erlaubt, es für einen Spaziergang zu verlassen. Rundum ist überall Stacheldraht. Oft ist zu wenig Essen für alle da und medizinisch werden die Grundbedürfnisse abgedeckt. Es gibt kein Spielzeug für die Kinder und auch für die Erwachsenen keinerlei Zerstreuung. Niemand weiß, was als nächstes passieren wird. Niemand weiß, ob und wann sie ihre Reise fortsetzen dürfen. Alle sind in einer Art Schwebezustand gefangen.

Nichts macht diesen Ort hier freundlich – Er bietet keine Zuflucht, keinen Rückzug, keinen Platz sich auszuruhen und zu erholen.
Dieser Ort zeigt den Menschen hier sehr deutlich, dass sie nicht willkommen sind in Europa.

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