Fadenspiel

Hallein (Österreich) | 13. Mai - 4. Juni 2011

Diese Ausstellung im kunstraum pro arte widmet sich einer besonderen Schnittstelle in der Kunst:  Zeichnung mit Nadel und Faden – zwischen Kunst und Handarbeit.
Traditionelle Techniken die man als Kind lernt, später aber nicht verwendet oder trainiert, werden von KünstlerInnen in einen neuen Kontext gestellt:  Handarbeit als Möglichkeit der künstlerischen Aussage. Aber auch die Zuordnung von Techniken und Arbeiten zu Geschlechterrollen soll untersucht werden.  Sticken Männer anders? Warum und wie stickt/strickt man heute überhaupt noch?

In der Ausstellung sollen die meist als rein weibliche Handarbeit abgewerteten Textiltechniken des Stickens, Nähens und Strickens auf ihre Möglichkeiten einer künstlerischen Aussage untersucht werden. Die oft überraschend neuen Sujets und die ungewöhnlichen Anwendungen überraschen die Betrachter und ermöglichen es, Textil aus einer anderen Warte zu sehen. Nicht mehr nur als Fertigkeiten zur Herstellung und Verzierung von Kleidung und wohnlichen Accessoires, sondern als eigenständige Techniken, die aus der Tätigkeit heraus ein künstlerische Aussage erzeugen.
Interessanterweise ist festzustellen, dass die handwerkliche Ausarbeitung sich durchaus mit der traditioneller Arbeiten messen kann. Vielleicht ist manchen Besuchern noch die erste Ausstellung textiler Arbeiten in Erinnerung, nämlich mit traditionellen Klosterarbeiten. Mit der Präsentation moderner Interpretationen von handwerklichen Arbeiten will der kunstraum eine Neubewertung dieses interessanten Bereichs der Kunst und des Alltags ermöglichen.

KünstlerInnen: Tanja Boukal, Walter Bruno Brix, Renate Hausenblas, Elfriede Wimmer

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Artikel über die Ausstellung

Veranstaltungsort:

Kunstraum Pro Arte
Schöndorferplatz 5
5400 Hallein
Österreich

Präsentierte Werke:
Die im Dunkeln sieht man nicht