Schutzwall

Fotos unterschiedlicher Segmente des Grenzzauns – von außen abschreckend, von innen schutzgewährend – wurden zu dreidimensional wirkenden Paneelen gewebt. Bestehend aus weichem Frottiergewebe – kuschelig wie ein frisch gewaschenes Handtuch - hängen diese Stoffbahnen von der Decke und zwingen die Besucher_innen dazu, immer wieder dagegen zu stoßen. Die optische Erfahrung wird somit durch eine haptische erweitert, die zweischneidige Funktion des Zauns als Schutzwall und (tödliche) Abgrenzung im wahrsten Sinne spürbar. Frottiergewebe,  wurde nicht zufällig gewählt. Es weckt die Assoziation zu Phrasen wie „die Hände in Unschuld waschen“.